Szene 11

Erster Teil

Die 11. Szene spielt in einem Wirtshaus. Es ist Abend und schönes Wetter. Die Szene lässt sich in drei Teile eingliedern. In dem ersten Teil sprechen zwei betrunkene Handwerksburschen miteinander. Der erste Trinker singt ein Trinklied und der zweite nennt ihm „Bruder“ und droht ihm dann, „aus Freundschaft ein Loch in die Natur [zu] machen“. Dann will er ihm noch „alle Flöhe am Leib todtschlagen“ (S. 28). Er scheint streitlustig und gewalttätig zu sein. Dann philosophiert der erste Bursche über seine Seele, Brandwein und Vergänglichkeit. Andere Gäste singen ein Lied über einen Jäger, welches eine Andeutung auf den Tambourmajor als Schürzenjäger darstellen könnte.

Zweiter Teil

In dem zweiten Teil der Szene steht Woyzeck draußen vor dem offenen Fenster und beobachtet Marie und den Tambourmajor beim Tanzen, ohne dass die beiden ihn wahrnehmen. Diese für Woyzeck ohnehin schon emotional sehr belastende Situation wird dadurch noch weiter verstärkt, dass Marie den Tambourmajor mit „immer, zu, immer zu“ (S. 28) beim Tanzen animiert und damit ihre körperliche Lust zum Ausdruck bringt. Dies Verhalten steigert seine Eifersucht extrem, da er weiß, dass Marie dieses Verhalten auch auf die sexuelle Ebene überträgt: „Immer zu. […] dreht Euch, wälzt Euch. Warum bläßt Gott nicht die Sonn aus, daß Al...

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