Einsamkeit / Sprachlosigkeit

Die Einsamkeit ist auch ein wichtiges Thema in dem Drama. Woyzeck, der am Ende des Fragmentes Marie tötet, tut dies nicht aus Rache, sondern weil er sich dazu gezwungen fühlt. Seine Verwirrtheit und die imperativen Stimmen, die er hört, zwingen ihn dazu. Bereits nach dem Betrug hat er das Gefühl, Marie verloren zu haben, doch letztendlich ist ihm erst nach dem Mord bewusst, dass er Marie endgültig verloren hat und nun genauso einsam ist wie das Kind aus dem Antimärchen der Großmutter: „[…] es war ganz allein […]“, (Seite 35). Denn, obwohl Woyzeck einen Sohn, eine Freundin und auch seinen Kameraden Andres hat, ist er einsam und scheint sich in einem allgemeinen Isolationszustand zu befinden.

Im Werk werden keine weiteren Freunde oder Verwandte von Woyzeck erwähnt. Lediglich sein Sohn Christian wird als einziger Blutsverwandter aufgeführt. Jedoch wirkt es auf den Leser, als habe Woyzeck kein sonderlich großes Interesse an sein...

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