Kritik und Rezeption

Die verschiedenen Fassungen

Büchner stirbt, bevor er „Woyzeck“ fertigstellen kann, und hinterlässt das Werk in wahrscheinlich vier Arbeitsstufen (vgl. dazu Analyse/Handschriften). Da die überlieferten Manuskriptseiten schwer lesbar und auch nur mit Mühe in eine kohärente Reihenfolge gebracht werden können, bietet Büchners Verlobte Wilhelmine Jaeglé es nicht zusammen mit „Leonce und Lena“ sowie dem „Lenz“ Fragment nach seinem Tod zur Veröffentlichung an. Auch Büchners Brüder Ludwig und Alexander, die 1850 die hinterlassenen Schriften sichteten und veröffentlichten, nehmen den „Woyzeck“ nicht mit auf, da sie keinen Zusammenhang in den Szenen erkennen können und sie teilweise kaum entziffern können.

Erst 1875 erscheint die erste vollständige Ausgabe, die der österreichische Schriftsteller Karl Emil Franzos erarbeitet hat. Sie wurde zuerst in Teilen in der Wiener „Neuen Freien Presse“ und dann 1878 in der Berliner Wochenschrift „Mehr Licht!“ komplett veröffentlicht, bevor sie 1880 in die Gesamtausgabe von Büchner aufgenommen wurde. Franzos´ Anordnung der Szenen galt bis Anfang der 1920er Jahre als Standard und findet sich heute noch in einigen Ausgaben wieder.

Aus heutiger Sicht unterlaufen ihm aber bei der Edition einige Lese- und Anordnungsfehler...

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