Büchners politisches Engagement

Büchner war bereits während seiner Schulzeit politisch engagiert. Schon im Geschichtsunterricht verfasste er den Aufsatz „Helden-Tod der vierhundert Pforzheimer“, der konkrete politische Kritik enthielt. Außerdem hielt er während der Abschlussfeiern am Ende der Semester Reden über politische und historische Themen.

In seinen Briefen an die Eltern lassen sich ebenfalls seine politischen Überzeugungen nachweisen. In Straßburg schloss er sich der gemäßigten Studentenverbindung „Eugenia“ an, die politische und gesellschaftliche Debatten anstieß. Hier wurde er im Jahr 1832 zum „hosper perpetuus“ (lat. für „Dauergast“) ernannt. Gegründet wurde die „Eugenia“ von einer Gruppe Theologiestudenten und sie orientierte sich am Kodex der deutschen Burschenschaften. Sie sahen sich als Teil der damaligen revolutionären Bewegung in Frankreich, grenzten sich aber ausdrücklich von der äußeren Linken ab. Hier fiel Büchner schon bald aufgrund seiner radikalen Ansichten auf, die er begeistert vortrug.

Aufgrund einer Verordnung des Großherzogtums Hessen durfte Büchner nur zwei Jahre außerhalb der Landesgrenzen von Hessen-Darmstadt studieren. So kehrte er 1833 gezwungenermaßen aus dem von der Juli-Revolution von 1830 geprägten Frankreich nach Deutschland zurück und setzte seine Studien an der Universität Gießen fort.

Doch nach seinem Aufenthalt in Frankreich fühlte sich Büchner in Gießen überhaupt nicht wohl. Hier erlebte er selbst, wie die Staatsgewalt ihre Macht missbrauchte und das Volk unterdrückte. Er beschloss, nicht mehr länger zuzusehen, sondern mit seinem literarischen Schaffen dagegen anz...

Der Text oben ist nur ein Auszug. Nur Abonnenten haben Zugang zu dem ganzen Textinhalt.

Erhalte Zugang zum vollständigen E-Book.

Als Abonnent von Lektürehilfe.de erhalten Sie Zugang zu allen E-Books.

Erhalte Zugang für nur 5,99 Euro pro Monat

Schon registriert als Abonnent? Bitte einloggen