Kunstgespräch

Das sogenannte „Kunstgespräch“ ist eine kleine Passage im „Lenz“, die sich etwa in der Mitte des Textes findet (S. 13, Zeile 22 – S. 16, Zeile 14). Lenz befindet sich bereits etwas länger im Hause des Pfarrers Oberlin. Sein Gesundheitszustand scheint sich in diesem Moment stabilisiert zu haben. Kurz zuvor sind Kaufmann und seine Braut im Steintal angekommen.

Das „Kunstgespräch“ führt Lenz mit Oberlin und Kaufmann, wobei Letzterer eine deutlich andere Position vertritt als Lenz. Allerdings kann man fast schon von einem Monolog sprechen, da die Ansichten von Oberlin gar nicht, die von Kaufmann nur sehr sporadisch wiedergegeben werden. So gibt es beispielsweise nur einen kurzen Einwurf von Kaufmann (S. 15). Lenz steigert sich immer mehr in das Thema hinein, bis er schließlich „rot geworden [war] über den Reden, und bald lächelnd, bald ernst, schüttelte er die blonden Locken. Er hatte sich ganz vergessen“ (S. 16).

Im Gespräch geht es um die Kunst im Allgemeinen und um Literatur im Spezifischen sowie ihre Darstellungsmethoden. Zu Beginn wird darauf verwiesen, dass die „idealistische Periode“ (S. 13) gerade beginnt. Damit bezieht sich Büchner auf die Tendenz der klassischen und romantischen Literatur, das Leben und die Menschen stets stilisiert wie...

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