Rollenspiel

Das Spielverhalten ist ein essenzieller Bestandteil der Entwicklung von Tieren und Menschen. Die Jungen von Raubtieren beispielsweise erproben ihre Anpassungs- und Jagdfähigkeiten im Spiel. Menschen benötigen das Spiel, um bereits in jungen Jahren soziale Kompetenzen zu erwerben. Mithilfe des Spiels testet das Kind die Grenzen aus, welche es im Spielkontext überschreiten darf. Innerhalb seines Spiels darf es Dinge tun, die ihm sonst verwehrt bleiben – und muss daher normalerweise keine Konsequenzen erwarten.

In der Kurzgeschichte beschreibt der Schriftsteller das Spielverhalten der drei Hofberger Buben. So sind sie oftmals Indianer (Z. 13), an dem schicksalsträchtigen Tag auf dem Wasser wiederum Seeräuber (Z. 27). Die drei Jungen kennen Indianer und Piraten aus Büchern und Erzählungen. Sie übernehmen frei deren mögliche Verhaltensweisen und Charaktereigenschaften mithilfe ihrer Fantasie.

Diese Art, jemanden anderes zu spielen und dessen Verhalten zu imitieren, wird a...

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