Despotismus und Freiheit

Der tyrannische Monarch

Unter dem Begriff Absolutismus versteht man eine monarchische Herrschaftsform in der Zeit vom 17. bis zum 19. Jahrhundert, in der die Fürsten ihren Herrschaftsanspruch als von Gott gewollt begründen (Gottesgnadentum). Die Herrscher gründen darauf ihren Anspruch, unabhängig von weltlichen Gesetzen oder den Ständen regieren zu dürfen.

Im 19. Jahrhundert entwarf Wilhelm Roscher ein Modell, in dem er rückblickend drei verschiedene Typen und Phasen des Absolutismus voneinander abgrenzt: Der konfessionelle Absolutismus, der höfische Absolutismus und der aufgeklärte Absolutismus. Das Modell basiert auf dem Prinzip: „Cuius regio, eius religio.“ (lateinische Redewendung: „Wessen Gebiet, dessen Religion.“ / „Wes der Fürst, des der Glaub“). Dies ist die Kurzform des Rechtsprinzips des Augsburger Religionsfriedens von 1555.

Philipp II. gilt nach diesem Modell als der typische Vertreter des konfessionellen Absolutismus: Er ist nämlich ein von Gott legitimierter Herrscher, der eine stark religiös geprägte Politik ausübt, die den Einwohnern ihre Religion vorsch...

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