Rezeption und Kritik

Gemischte Rezeption und Kritik

Schillers Drama erfuhr eine recht zwiespältige Rezeption. Einige waren begeistert von dem Drama, doch es gab auch kritische Stimmen. Die Uraufführung am 29. August 1787 in Hamburg endete mit großem Applaus und wurde so gut aufgenommen, dass schon am folgenden Tag die nächste Aufführung stattfand. Noch vor 1800 wurden Übersetzungen des Stücks in England, Frankreich und Holland veröffentlicht, 1799 wurde es sogar in New York aufge…

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Die Kritik an Marquis de Posa

Besonders die Darstellung des Marquis von Posa und seine Aufopferung für Karlos wurden als realitätsfremd und merkwürdig bemängelt. Man stieß sich an den Widersprüchen, die Posa im Laufe der Handlung zeigt: Er weiß beispielsweise, was Freundschaft und Ehrlichkeit für Karlos bedeuten, und nutzt dies für die Umsetzung seiner eigenen Pläne schamlos aus. Um seine eigenen Pläne voranzutreiben und die Niederlande zu befreien, ist er gewillt, seinem engsten Freund das kostbarste Gut zu nehmen, nämlich dessen Freiheit.

In einer zeitgenössischen Kritik fasst …

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Schillers Verteidigung

Der Rezensent Christian Viktor Kindervater lobt in seiner Kritik[3] die Schönheiten des Stücks, weist aber auf die sehr kunstvolle und teilweise überzogene Sprache der Figuren hin, die an manchen Stellen Empfindsamkeit vermissen lässt. Für ihn ist vor allem die Figur von Karlos aufgrund seines Verhaltens gegenüber Elisabeth „unvernünftig“[4] und niemand möchte sich mit seinem Verhalten identifizieren. Vor allem sein…

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Die Oper „Don Carlos“

Schillers Drama wurde von Giuseppe Verdi vertont und am 11. März 1867 unter dem Namen „Don Carlos“ in der Pariser Oper uraufgeführt. Verdi experimentierte mit verschiedenen Schauplätzen, Versionen und Längen seiner Oper. Die fünfaktige Version von 1867 wurde in französischer Sprache verfasst und spielte teilweise sogar in Frankreich (Fontainebleau).

Eine weitere V…

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