Quellen

César Vichard de Saint-Réal – « Dom Carlos, nouvelle historique » (1672)

César Vichard de Saint-Réal, ein französischer Schriftsteller und Historiker, verfasste fast ausschließlich historische Romane. Unter seinen Werken findet sich die Erzählung „Dom Carlos“, die 1672 erschien und später Schiller als eine Quelle für sein Drama „Don Karlos“ dienen sollte.

Saint-Réal ließ sich für seinen Roman von der Komödie „El príncipe don Carlos o Los celos en el caballo“ (1622) von Diego Jiménez de Enciso inspirieren, d…

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Louis-Sébastien Mercier – « Portrait de Philippe II, Roi d´Espagne » (1785)

Der französische Schriftsteller Louis-Sébastien Mercier (1740-1814) veröffentlicht im Jahr 1785 das historische Drama „Le Portrait de Philippe II“. Dem Text steht ein „Précis historique“ voran, der bereits 1785 von Schiller übersetzt und später in der Zeitschrift Thalia veröffentlicht wird.

Schiller zeigt großes Interesse an der Schilderung der Figur der Gegenreformation Philipp II. bei Mercier, da er sich in dieser Zeit sehr intensiv der Vollendung seines Dramas widmet. Mercier interessiert sich im Gegenzug ebenfalls sehr für die Werke Schillers und schreibt beispielsweise 1802 ein Vorwort für eine Ausgabe der „Jungfrau von Orléans“. 1792 veröffentlicht Mercier darüber hinaus noch das historische D…

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Shakespeare – „Hamlet“ (1602)

Schiller äußert gegenüber dem Bibliothekar im April 1783, dass er seiner Figur Karlos die Seele von Hamlet verleihen will. Der Autor wird grundsätzlich oft aufgrund seiner Sprach- und Gestaltungskraft mit Shakespeare verglichen und es lassen sich tatsächlich einige Ähnlichkeiten in der Gestaltung der Personenkonzeption herausarbeiten.

Beide Hauptfiguren, Prinz Hamlet und Prinz Don Karlos, sind Kronprinzen und ähneln sich daher bereits bezüglich ihrer sozialen Stellung. Während Karlos aufgrund seiner Liebe zu seiner Stiefmutter zu seinem Vater ein schwieriges Verhältnis hat, ist es für Hamlet problematisch, dass seine Mutter bereits kurz nach dem To…

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Gotthold Ephraim Lessing – „Emilia Galotti“ (1772)

Schiller hebt in seinem Brief an den Bibliothekar und Sprachwissenschaftler Wilhelm Reinwald hervor, dass Gotthold Ephraim Lessing sehr viel differenzierter als der Schriftsteller und Jurist Johann Anton Leisewitz die Dinge betrachtet und er will sich daher nicht nur mit diesem, sondern auch mit Shakespeare und Lessing messen.

Rein formal ähneln sich „Emilia Galotti“ und „Don Karlos“ bereits aufgrund ihres fünfaktigen Aufbaus. Das Werk von Lessing bricht ganz bewusst mit den Traditionen der Regelpoetik und stellt der Willkür und dem despotischen Herrschaftsstil des Adels eine neue und aufgeklä…

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Johann Anton Leisewitz - Julius von Tarent (1774)

Schiller schreibt ebenfalls an den Bibliothekar Reinwald im April 1783, dass er der Figur Karlos das Blut und die Nerven von Johann Anton Leisewitz` Figur Julius von Tarent verleihen möchte (Brief an Reinwald am 14. April 1783). Im Gegensatz zu Lessings Emilia berührt ihn die Figur von Julius aber weitaus mehr (ebd.).

Sowohl Karlos als auch Julius zeichnen sich durch eine schwärmerische und sehr empfindsame Liebe zu einer Frau aus, die jedoch aufgrund sozialer H…

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