Entstehung

Die Vorbereitung

Der Intendant des Nationaltheaters in Mannheim, Wolfgang Heribert von Dalberg, wies Schiller im Mai 1782 auf den Stoff hin. Er war es, der dem Autor das Werk „Dom Carlos, nouvelle historique“ von Abbé Saint-Réal zukommen ließ und ihn darum bat, den Stoff auf die Möglichkeit der Umsetzung für das Theater hin zu überprüfen (siehe dazu Artikel „Quellen“).

Anfang Dezember 1782 bittet …

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Die ersten Akte

Von März bis April 1783 verfasst Schiller die erste Struktur des Dramas, die aufgrund seines Wohnsitzes als „Bauerbacher Entwurf“ bezeichnet wird. Er will in der Figur von Karlos nicht nur die Seele von Hamlet, das Blut und die Nerven von Leisewitz` Figur Julius von Tarent sondern auch seinen eigenen Puls vereinen (Brief an Reinwald am 14. April 1783, siehe dazu auch Artikel „Quellen“).

Am 3. April 1783 schreibt er an den Freiherrn von Dalberg, dass er weiter am „Dom Karlos“ arbeitet. Ende Juli 1783 kehrte er nach Mannheim zurück.  Der Umzug nach Mannheim und die neue Arbeitsstelle dort als Theaterdichter unterbrechen seine Arbeiten an dem Stoff, die er 1784 wiederaufnimmt.

In diesem Jahr veröffentlicht er von dort aus einzelne Teile des Werkes in der von ihm gegründeten Zeitschrift „Rheinische Thalia“. Ursprünglich ist es Schillers Plan, ein „Familie…

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Die Vollendung

Um das Drama abzuschließen, geht der Schriftsteller am 17. April 1787 nach Tharandt, wo er zuerst die Prosabearbeitung des Stückes fertigstellt, welche deutlich kürzer ist. Diese ist heute unter dem Namen „Rigaer Prosafassung“ bekannt. In dieser Fassung verzichtet Schiller auf den Großinquisitor und das Drama endet mit dem Selbstmord von Karlos.

Im Mai vollendet der Autor dann auch die im Blankvers gehaltene Fassung, die auf Wunsch des Hamburger Theaterdirektors Schröder auf 3942 Verse zusammengefasst wurde und als Hamburger Bühnenfassung bezeichnet wird. Im Juni 1787 ersche…

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