Pater Domingo

Der königliche Beichtvater

Pater Domingo ist zusammen mit dem Herzog von Alba einer der engsten Vertrauten des Königs. Er gehört dem Dominikanerorden an (S. 81) und verfügt über große Macht im Staat, denn er kann selbst den König „selig sprechen und verdammen“ (S. 7). Ebenso ist er der Beichtvater der königlichen Familie und kennt damit die intimsten Geheimnisse von Philipp, Karlos und Elisabeth (S. 106). Seine Rolle ist deshalb zwielichtig, weil er zugleich der Verbündete der Inquisition ist. 

Pater Domingo agiert zwar stets hauptsächlich im Hintergrund, ist aber von Anfang an ein wichtiger Teil der Handlung. Er tritt bereits im ersten Auftritt des ersten Aktes auf und

wird dort von Philipp zu Karlos geschickt, um ihm im Rahmen der Beichte Geheimnisse zu entlocken. Doch der Prinz erkennt die Gefahr und hüllt sich in tiefes Schweigen (S. 8).

Schon hier lässt sich erkennen, dass Pater Domingo seine Position ausnutzt und das Beichtgeheimnis entgegen den Vorschriften nicht wahrt, um seine eigene Position im Staat zu festigen. Um sich seine Loyalität zu sichern, verspricht ihm König Philipp sogar, ihn in ...

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