Königin Elisabeth

Die junge französische Prinzessin

Die Figur der Königin Elisabeth im Drama entspricht der realen französischen Prinzessin Elisabeth von Valois, die von 1545 bis 1568 lebte und 1560 als Vierzehnjährige den spanischen König Philipp II. heiratete, obwohl sie im Zuge von Friedensverhandlungen vier Jahre zuvor 1556 Prinz Karlos versprochen worden war (siehe Epoche „Historischer Hintergrund“). Da die Handlung Don Karlos 1568 spielt, muss Philipps Ehefrau nun ungefähr 23 Jahre alt sein.

Königin Elisabeth wird im Drama vom Volk „vergöttert“ (S. 6) und geliebt. Pater Domingo beschreibt sie als „die schönste Frau auf dieser Welt“ (S. 6). Sie entstammt dem französischen Herrscherhaus Valois (S. 22) und hat mehrere Brüder. Auch wenn sie in Spanien lebt, so ist sie doch über die dortigen Sitten und rauen Umgangsformen immer wieder erstaunt und sehnt sich zurück nach ihrer Heimat Frankreich: „Ach! Ich vergesse wo ich bin“ (S. 19); „In meinem Frankreich war´s doch anders“ (S. 35).

Pater Domingo befürchtet, dass die alte Feindschaft zwischen Frankreich und Spanien nicht beendet ist und dass Elisabeth nur einen Moment der Schwäche bei Philipp abwartet, um sich zu rächen (S. 80).

Die stolze Königin

Elisabeth ist eine stolze und selbstbewusste Frau, die sich ihrer politischen Verantwortung völlig bewusst ist, aber nicht gewillt ist, sich von ihrem Ehemann unterdrücken und vorführen zu lassen. Sie fürchtet die Eifersuch...

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