Szeneanalyse 2. Akt 8. Auftritt

Der achte Auftritt des zweiten Aktes steht ganz im Zeichen des Motivs der unerfüllten Liebe, und zwar sowohl derjenigen von Eboli zum Prinzen als auch derjenigen von Karlos zu Elisabeth.

Karlos erhält von der Prinzessin von Eboli einen Brief und einen Schlüssel zu ihren Gemächern, doch da der Brief keinen Namen trägt, glaubt der Thronprinz, dass Elisabeth ihm diese Nachricht hat zukommen lassen. Als er zu Beginn des achten Auftritts in die Gemächer der Eboli kommt, erkennt er seinen Irrtum und will sofort wieder gehen: „Wo bin ich? Rasender Betrug – ich habe das rechte Kabinet verfehlt.“ (S. 62).

Karlos lügt und behauptet, dass der Vorsaal offen gewesen sei, obwohl er diesen zuvor mit dem Schlüssel geöffnet hat (S. 62). Dann behauptet er, dass er nur dem Gesang der Eboli gefolgt sei, die doch „auf diesem Zimmer Zuflucht vor der Welt“ (S. 63) gesucht hat. Er sucht daher „die schleunigste Entfernung“ (S. 63) und will gehen.

Doch die Prinzessin veranlasst ihn dazu, zu bleiben, da sie seine Zurückhaltung zuerst als Schüchternheit interpretiert. Sie lobt ihn für seine tugendhaften Ausreden (S. 64) und tadelt ihn verschmitzt dafür, dass er sie beim Singen unterbrochen hat. Eboli nimmt ihn daher an die Hand und bringt ihn dazu, sich auf das Sofa zu setzen.

Es zeigt si…

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