Zusammenfassung der Sinnabschnitte

Die Herausforderung von Schillers Der Verbrecher aus verlorener Ehre (1786) liegt in der fehlenden Kapitelstruktur begründet. Demnach ist das Werk anhand der inhaltlichen und stilistischen Merkmale gegliedert. Die Beschreibung der Sinnabschnitte unterstützt bei der Gliederung des Textes nach bestimmten Gesichtspunkten und hilft dabei, die einzelnen Stationen in den Gesamtzusammenhang der Geschichte einzuordnen.

Die hier vorgeschlagenen Sinnabschnitte orientieren sich am klassischen Aufbau eines Dramas nach Aristoteles mit »Exposition«, »aufsteigender Handlung«, »Höhepunkt« und »fallender Handlung«. Zu jedem Element steht eine kurze Zusammenfassung der wichtigsten Ereignisse zur Verfügung.

Um ermessen zu können, in welcher Epoche die Geschichte spielt und über welchen Zeitraum sich die Handlung erstreckt, werden zu jedem Gliederungsabschnitt jeweils zeitliche Angaben gemacht. Für den »Verbrecher aus verlorener Ehre« spielt dies insbesondere deshalb eine Rolle, weil das Werk auf eine historische Begebenheit zurückgreift. Darüber hinaus wird der Schauplatz des Geschehens benannt. Anhand dessen können die verschiedenen Stationen in der Biografie des Protagonisten nachvollzogen werden. Die Seitenangaben helfen dabei, sich schnell innerhalb des Werks zu orientieren und die Suche nach bestimmten Textstellen zu erleichtern.

Ein weiteres Element der Sinnabschnitte ist die Aufzählung der handelnden Figuren. Die Haupt- und Nebencharaktere können so in den gesamten Verlauf eingeordnet und die Angaben für die Charakteranalysen schneller aufgefunden werden. Unsere sorgfältig formulierten Zusammenfassungen und die Inhaltsangabe bilden die Grundlage für genauere Untersuchungen des Stückes. Sie vermitteln einen Überblick über die Zusammenhänge und die Entwicklungen des Geschehens und tragen zum Verständnis der Kriminalgeschichte bei.

Referenzbuch: Reclam. Studienausgabe. Stuttgart 2014

Schillers Text weist keine ausdrückliche Kapitelstruktur auf. Er lässt sich jedoch in fünf Teile untergliedern, die u.a. durch sprachliche Unterschiede gekennzeichnet sind. Diese Unterteilung ähnelt dem klassischen Aufbau eines Dramas nach Aristoteles mit Exposition, aufsteigender Handlung, Höhepunkt, fallender Handlung und Katastrophe (siehe Analyse „Aufbau und Inhalt“).

Abschnitt: 1 »Exposition«

Seiten: 9

Schauplatz: unbestimmter Schauplatz

Zeit: unbestimmte Zeit

Figuren: Erzähler

Zusammenfassung:

Der Erzähler kündigt an, die Geschichte eines Verbrechers zu erzählen, ohne jedoch ins Detail zu gehen. Er berichtet zunächst darüber, wie Verbrechen im Allgemeinen zustande kommen. Demnach trägt jeder Mensch bereits lasterhafte Eigenschaften in sich, welche in ihrer Wirkung durch äußere Einflüsse verstärkt oder aber verringert werden können. Er beruft sich hierbei auf die Seelenkunde sowie die Komplexität und Individualität eines jeden Menschen. Er appelliert an den Leser, nicht v...

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