Interpretation

Unsere Interpretation von Friedrich Schillers Der Verbrecher aus verlorener Ehre (1786) deutet die zentralen Themen der Kriminalgeschichte. Allem voran steht die Frage nach Schuld und Gerechtigkeit im Mittelpunkt, die sich vor allem in Schillers Gegenüberstellung von Individuum und Gesellschaft äußert. Daneben wird die Kritik des Autors an den damaligen Strafgesetzen sowie an der Unterdrückung durch das Feudalsystem erläutert. In einem weiteren Abschnitt geht es um das Menschenbild, welches Schiller in seinem Kriminalbericht nachzeichnet. Hieraus geht zugleich die dahinter stehende Intention des Autors hervor. Neben dem seelischen Gleichgewicht aus Gut und Böse wird hier der Begriff der Willensfreiheit behandelt.

Der nachfolgende Teil widmet sich der Entwicklung der Psychologie zu Schillers Zeiten sowie dem psychologischen Anspruch des Autors. Die vorherrschenden wissenschaftlichen Positionen des 18. Jahrhunderts werden ebenso erläutert wie Schillers Haltung dazu und seine medizinisch-philosophischen Studien an der Karlsschule. Darüber hinaus geht es um den Zwiespalt zwischen der wissenschaftlichen und der literarischen Neigung des Autors.

Zu guter Letzt wendet sich die Interpretation dem Vergleich zwischen Schillers »Der Verbrecher aus verlorener Ehre« und seinem kurz zuvor verfassten Werk »Die Räuber« zu. Auf eine kompakte Inhaltsbeschreibung des Dramas folgt eine Gegenüberstellung der Hauptfiguren anhand ihres Charakters, des sozialen Kontextes und der Handlungsmotive. Anschließend werden die gesellschaftskritischen bzw. aufklärerischen Absichten beider Werke in den Blick genommen. Unsere eingehende Interpretation stellt das perfekte Werkzeug dar, damit Du Dich mit geschärftem Blick in Schillers Der Verbrecher aus verlorener Ehre vertiefen kannst.