Inhaltsangabe

Der Halbwaise Christian Wolf wächst unter schweren Bedingungen auf. Er ist von Natur aus hässlich, er wird deswegen von Gleichaltrigen gehänselt. Er betätigt er sich als Wilddieb, um sich die Zuneigung der schönen Johanne zu erkaufen. Er lässt sich dabei von seinem Nebenbuhler Robert erwischen und wird verhaftet. Zurück aus der Haft versucht er, sich in die Gesellschaft zu integrieren, wird aber überall zurückgewiesen.

Christian gerät nun wieder in das Verbrechermilieu und wird Anführer einer Räuberbande. Endlich meldet sich sein Gewissen zurück. Er bereut seine Taten und bittet den Landesherrn um Gnade, doch all seine Bittschriften bleiben unbeantwortet. Als der Sonnenwirt sich auf den Weg nach Preußen macht, um dort Soldat zu werden, wird er erneut verhaftet und zum Galgen verurteilt.

Friedrich Schillers Kriminalbericht »Der Verbrecher aus verlorener Ehre« greift auf die wahre Geschichte des Räubers Johann Fridrich Schwan zurück, welcher den Beinamen „der Sonnenwirt“ trug. Bei dem Text handelt es sich um die überarbeitete Version einer ursprünglich unter dem Titel »Verbrecher aus Infamie. Eine wahre Geschichte« erschienenen Erzählung.

Schiller setzt einen Erzähler ein, welcher die kriminelle Entwicklung eines Verbrechers beschreibt, dessen Namen er zunächst jedoch noch nicht nennt. Der Erzähler bezeichnet sich selbst als Geschichtsschreiber, der sich an historischen Fakten orientiert und ein aufklärerisches Ziel verfolgt.

Bevor er mit dem eigentlichen Bericht beginnt, vermittelt er eine Art sozialpsychologische Einführung. In deren Rahmen fordert er den Leser dazu auf, über einen Verbrecher nicht vorschnell zu urteilen, sondern die gesellschaftlichen und seelischen Ursachen seiner Verirrung zu beachten und zu erforschen. Schließlich nimmt der Erzähler die Verurteilung des Protagonisten zum Tode vorweg, bevor er sich der eigentlichen Geschichte zuwendet. 

Christian Wolf ist Halbwaise und führt gemeinsam mit seiner Mutter eine schlecht laufende Wirtschaft mit dem Namen »Sonne«. Er ist von hässlicher Gestalt und zusätzlich durch einen Pferdetritt verunstaltet. Bei Gleichaltrigen stößt er auf Spott und Ablehnung, auch bei den Frauen hat er nur geringere...

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