Rezeption und Kritik

Zwar gehört Friedrich Schillers »Der Verbrecher aus verlorener Ehre« nicht zu seinen bekanntesten Werken, es ebnete jedoch den Weg in ein neues Literaturgenre. Die Gattung der »Kriminalerzählung« fand fortan großes Interesse und viele Nachahmer.

Besonders im 19. Jahrhundert sowie Anfang des 20. Jahrhunderts beschäftigten sich Schriftsteller, wie Ludwig Tieck, Heinrich von Kleist, E.T.A. Hoffmann oder Theodor Fontane, mit dem Ursprung von Verbrechen und ihren menschlichen Abgründen. Darüber hinaus entwickelte sich die »Räuber-Literatur« als unabhängiges Genre, welches sich vor allem in Kinder- und Jugendgeschichten wiederfand.

Von seinen Zeitgenossen und der Presse wurde Schillers Erzählung hauptsächlich positiv aufgenommen. Man verstand sie als ein wichtiges gesellschaftliches Lehrstück. Einige kritisierten jedoch die Wissenschaftlichkeit des Textes. Der Stoff selbst wurde von mehreren Seiten aufgegriffen und verarbeitet.

Unter dem Titel »Verbrechen aus Infamie« verfasste der Philosoph Gottfried Immanuel Wenzel 1788 eine Bühnenversion der Geschichte. Schillers Dialoge übernahm er hierbei Wort für Wort. Eine weitere Dramatisierung wurde 1794 anonym publiziert. Auch im 19. Jahrhundert wurden zahlreiche Adaptionen vorgenommen. So griff der Schriftsteller Herrmann Kurz die ursprüngliche Geschichte Schwans in seinem Rom...

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