Der Richter

Gutgläubigkeit und Verdacht

Der Oberamtmann übt seine Funktion als Richter in einer kleinen Landstadt nahe der Grenze zu Preußen aus. Hierbei hat er es häufig mit Reisenden zu tun, welche vom Torwächter an der Stadtgrenze kontrolliert werden. Dort wird Christian Wolf auf seinem Weg nach Preußen aufgehalten. Da er dem Wachmann verdächtig vorkommt, übergibt er dessen Papiere zur Kontrolle an den Oberamtmann (S. 31/32).

Nicht wissend, dass der Pass gestohlen wurde, erklärt der Richter diesen für gültig. Das Dokument lässt ihn glauben, er habe es mit einem Reisenden zu tun, welcher „geradewegs aus den feindlichen Ländern käme, wo der Schauplatz des Krieges war“ (S. 32). Da er von Natur aus neugierig ist, lädt er den Fremden zu einer Flasche Wein ein. Auf diese Weise erhofft er sich eine angenehme Unterhaltung, in deren Verlauf er interessante Neuigkeiten erfahren kann (ebd.).

Doch Christian Wolf vermutet hinter der Einladung des redseligen Oberamtmanns eine Falle. Der Sonnenwirt ergreift ...

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