Analyse

Unsere Analyse von Friedrich Schillers Verbrecher aus verlorener Ehre (1786) widmet sich der genauen Betrachtung der einzelnen Elemente des Werkes sowie dessen Aufbau und Sprache. Am Anfang steht die Analyse des Titels, welche sich sowohl mit den Begriffen Infamie und Ehre als auch mit den kriminalistischen Aspekten sowie sprachlichen Besonderheiten auseinandersetzt.

Im Anschluss daran wird die komplexe und zuweilen schwer verständliche Einleitung Schillers untersucht. Neben der programmatischen und didaktischen Intention des Autors werden hier die Aspekte der Sprache und Erzähltheorie sowie der Psychologie und Kriminologie beleuchtet.

Der darauffolgende Abschnitt beschreibt den Aufbau der Erzählung unter Berücksichtigung der stilistischen und inhaltlichen Faktoren. Dabei werden die verschiedenen Formen der Gliederung einander gegenübergestellt. Im Vordergrund steht jedoch die Aufteilung in 5 Teile nach dem Vorbild des klassischen Dramas.

Die Heraushebung der sprachlichen und stilistischen Besonderheiten ist die Aufgabe des anschließenden Teils. Schillers bildhafte Beschreibungen mithilfe von Metaphern, Allegorien und Personifikationen spielen ebenso eine Rolle wie sein geschickter Wechsel zwischen Tempus und Perspektive. Weiterhin werden die dramenähnlichen Erzähltechniken beschrieben. Alle sprachlichen und stilistischen Mittel werden durch Zitate anschaulich gemacht.

Der nachfolgende Teil ist der Analyse spezifischer Textstellen gewidmet. Zunächst wird die Mordszene unter Berücksichtigung von Stil und Sprache, der Einordnung in die Gesamthandlung und der Intention des Autors untersucht. Anschließend folgt eine eingehende Betrachtung des Briefes an den Fürsten. Hier wird insbesondere auf die Argumentationslinie des Protagonisten sowie dessen Ausdrucksform und die wichtigsten Aussagen eingegangen. Die darauf folgende Dialoganalyse untersucht Wolfs Begegnung mit dem Räuberhauptmann anhand des Gesprächsaufbaus, der dramaturgischen Funktion sowie der religiösen Metaphorik.