Tschanz

Der ambitionierte und neidische Kriminalassistent

Tschanz ist ein junger Kriminalist mit „gutmütige[m], volle[m] Antlitz“ (S. 18), den sich Kommissär Bärlach gezielt als Assistenten im Mordfall Schmied aussucht. Tschanz glaubt, dessen Lösung biete ihm Aufstiegschancen, und erkennt bis zum Schluss nicht, dass Bärlach ihn von Anfang an als Schmieds Mörder entlarvt und folglich bloß benutzt hat.

Tschanz‘ „verbrecherische[r] Ehrgeiz“ (S. 116) geht auf Neid und Eifersucht zurück: Er sieht in Polizeileutnant Schmied den Konkurrenten, der seinen Posten nur deshalb innehat, weil er „reiche Eltern“ (S. 26) hatte und „das Gymnasium besuchen“ (S. 26) konnte. Um sich selbst zu profilieren und an Schmieds Freundin „Anna“ (S. 21) sowie dessen Auto heranzukommen, hält Tschanz es für notwendig, Schmied zu töten und seine Rolle anzunehmen.

Ehrgeiz und Minderwertigkeit

Nicht nur als Bärlachs Assistent, sondern bis hin zu Äußerlichkeiten, was dazu führt, dass Bärlach bei ihrer ersten Begegnung glaubt, „im ersten Moment […], der tote Schmied komme zu ihm“ (S. 18).

Dieses Verhalten geht einher mit Tschanz‘ Aufmerksamkeitssucht, wenn er beispielsweise verbissen seine eigenen Fähigkeiten zur Schau stellt: „Ich habe Ihnen den lückenlosen Beweis geliefert“ (S. 27).

Dies geht so weit, dass Tschanz sich für die Verbrechen, die er begangen hat, über Umwege selbst lobt: „Ich habe Respekt vor dem, der den Schmied getötet hat“ (S. 29).

Für Erfolge will Tschanz belohnt werden: „Geben Sie mir jetzt eine Zigarre, Kommissär, ich habe eine verdient“ (S. 31). Wenn er hingegen kritisiert wird, fühlt er sich beschämt und wird „rot vor Ärger“ (S. 81). In dieser Hinsicht kann ihm durchaus...

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