Perspektivierung

Viele Menschen fürchten am Anfang der 1960er-Jahre einen globalen Nuklearkrieg aufgrund der Kubakrise. Dürrenmatt war einer von ihnen. Seine Angst vor einem atomaren Weltkonflikt hat sich glücklicherweise aus heutiger Perspektive als grundlos erwiesen, obwohl die Menschheit mehrmals sehr nah vor einer nuklearen Katastrophe stand.

Mutige Menschen wie die 18 prominenten Wissenschaftler, die gegen das atomare Wettrüsten und gegen die Verwendung der Atomkraft zu militärischen Zwecken mit ihrer „Göttinger Erklärung“ vom 12. April 1957 protestierten, kritische Schriftsteller, Protestbewegungen gegen Atomwaffen, wie schon ab 1957 in Deutschland und England, haben dazu beigetragen, die Politiker zu beeinflussen, um friedliche Lösungen aus den Krisen des Kalten Krieges zu finden.

Schon ab 1968 einigten sich die Großmächte, die Weiterverbreitung von Atomwaffen zu verhindern. 1971 vereinbarten die Supermächte USA und Sowjetunion, sich zu benachrichtigen, um einem „unbeabsichtigten Kernwaffenkrieg“ vorzubeugen. In den nächsten Jahrzehnten und bis heute sind weitere Verträge unterschrieben worden, um die Zahl der nuklearen Waffen kräftig zu reduzieren.

Die Nachwirkungen der Zeit Dürrenmatts sind noch heute spürbar. Die Gefahr einer Atomverseuchung in Deutschland ist beispielsweise doch noch nicht eliminiert: ...

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