Paradox

Einige Aussagen der „21 Punkte zu den Physikern“ betreffen den Begriff „Paradox“ und unterstreichen die Bedeutsamkeit des Widersprüchlichen für Dürrenmatt. 

- Ebenso wenig wie die Logiker können die Dramatiker das Paradoxe vermeiden.

Dürrenmatt meint damit, die zeitgenössischen Dramatiker könnten die chaotischen und paradoxen Zustände der modernen Welt nicht vermeiden. Der Autor hat die Form der Tragikomödie gewählt, um die Widersprüchlichkeit der Wissenschaft mithilfe der Wirkung des Grotesken zu zeigen.

- Ebenso wenig wie die Logiker können die Physiker das Paradoxe vermeiden.

Das auffälligste Paradoxon in der Tragikomödie ist wohl, dass sich letztendlich die Physiker als die Gesunden herausstellen und die Ärztin als die einzige wahre Verrückte. Die Geschichte über die Physiker wirkt zwar absurd, aber ihre Aussage ist sinnvoll. Sie soll den Leser oder Zuschauer auf die Missstände der widersprüchlichen Welt hinweisen.

- Ein Drama für die Physiker muß paradox sein.

Die Punkte 12 und 13 lassen eine tautologische Schlussfolgerung erscheinen. Sowohl Wissenschaftler als auch Dramatiker können die unauflösbaren Paradoxen in einem Drama vermeiden. Die rationellen Physiker müssen die Irrationalität des Dramas erkennen.

- Im Paradoxen erscheint die Wirklichkeit.

„Durch den Menschen ...

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