Groteske

Am Beginn der 1960er-Jahre herrscht in der Welt das „Gleichgewicht des Schreckens“, umgangssprachlich so formuliert: „Wer zuerst schießt, stirbt als Zweiter.“ Durch die ungeheuerlichen Machtmittel und Vernichtungswaffen der Großmächte, die, um Frieden zu sichern, angewendet werden können, sei die Welt grotesk, aber nicht sinnlos und absurd, meint der Autor.

„Ich bin ein Autor des Grotesken, aber nicht des Absurden; das Absurde habe ich nicht gern, weil es heißt – sinnlos. Ich empfinde diese Welt als grotesk, aber nicht als absurd. Ein großer Unterschied." (Gespräch mit Fritz J. Raddatz / DIE ZEIT, 16.08.1985, Nr. 34)

Es ist kein Zufall, dass die Tragikomödie „Die Physiker“ in einer Irrenanstalt spielt. Der Schriftsteller vergleicht die Welt mit einem Irrenhaus. Mit seinem Spott kritisiert er die Machtübenden und die Verhältnisse der Großmächte zueinander. Die zwei kaltblütigen Physiker, Newton und Einstein, Agenten westlicher und östlicher Geheimdienste, scheitern in ihrem Versuch, an Möbius‘ revolutionäre „Weltformel“ zu kommen. Kein Wunder, dass das Theaterstü...

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