Die Physiker als Werk der Postmoderne

Friedrich Dürrenmatts tragische Komödie Die Physiker ist ein typisches Werk der literarischen Postmoderne, also derjenigen Strömung der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, die die Moderne ablöst. Seine drei Hauptfiguren, die allesamt Physiker sind, haben sich wissentlich in eine Irrenanstalt einweisen lassen, um die Welt vor ihren Erfindungen zu schützen, sie machen sich damit selbst zu gesellschaftlichen Außenseitern. Sie debattieren über die Diskrepanz zwischen dem Nutzen und den Gefahren ihrer Techniken und symbolisieren so den Sinnverlust, den postmoderne Schriftsteller wie Dürrenmatt den Menschen in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg attestieren.

Die drei Physiker haben ihren Platz in der modernen, immer vielschichtiger werdenden  Welt verloren, als einziger Rückzugsort bleibt ihnen nur das Nervensanatorium. Sie geben vor, sich für Albert Einstein beziehungsweise Isaac Newton zu halten oder dass ihnen der biblische König Salomo erscheine. Dadurch werden die typisch postmodernen Bezüge zu realen historischen Figuren und Ereignissen sowie intertextuelle Bezüge zu anderen Texten hergestellt (in diesem Fall zur Bibel). Bei der persönlichen Erzählung der drei Figuren handelt es sich um eine private, kleine Geschichte; ihre Forschungen ...

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