Aufrüstung und Krise

1949 testet die Sowjetunion ihre erste Atombombe. 1952 zünden die USA ihre erste Wasserstoffbombe, eine Waffe mit einer Sprengkraft, die 250-mal größer ist als die der Hiroshima-Bombe. 1953 explodiert die erste sowjetische Wasserstoffbombe. Auf beiden Seiten werden riesige Atomwaffenarsenale ausgebaut.

Am 5. Oktober 1957 gelingt es der Sowjetunion, den Satelliten „Sputnik“ in die Erdumlaufbahn zu schießen. Jetzt ist die Sowjetunion in der Lage, mit Trägerraketen den nordamerikanischen Kontinent zu erreichen. Im selben Jahr streben Bundeskanzler Adenauer und Verteidigungsminister Franz Josef Strauß eine atomare Aufrüstung für die Bundeswehr an. Adenauer verkündet in einem Interview, es wäre „nichts weiter als die Weiterentwicklung der Artillerie“. [1]

18 prominente Wissenschaftler gehen an die Öffentlichkeit mit ihrer „Göttinger Erklärung“ vom 12. April 1957. Sie protestieren gegen das atomare Wettrüsten und gegen die Verwendung der Atomkraft zu militärischen Zwecken. Im März 1958 beschließt der Bundestag, die Bundeswehr mit Trägersystemen für Atomwaffen auszurüsten....

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