Charakterisierung Kriminalinspektor Richard Voß

Unverständnis und Stress

Am Anfang der Komödie hält sich Kriminalinspektor Richard Voß mit seinen Assistenten im Sanatorium auf, um den Mord an Schwester Irene Staub aufzuklären. Die ruhigen Kriminalbeamten „messen, nehmen Fingerabdrücke, ziehen die Konturen der Leiche mit Kreide nach usw.“ (S. 14), sie handeln also wie gewöhnlich. Sie haben vorher etwas getrunken und riechen danach, was für Polizisten eher ungewöhnlich ist.

Vor drei Monaten waren sie schon einmal hier, um den ersten Mord an der Krankenschwester Dorothea Moser zu untersuchen. Der Kriminalinspektor Voß, wie immer „in Hut und Mantel“ gekleidet (S. 14), überblickt die Situation. Er wird als Genussmensch charakterisiert. Er möchte sich gleich eine Zigarre anstecken und fragt nach einem Glas Schnaps (S. 15). Die Oberschwester erinnert ihn jedoch daran, dass er sich in einer „Heilanstalt“ (S. 15) befindet, und verbietet es ihm.

Der Kriminalinspektor nimmt am Anfang seiner Ermittlung die Morde im Sanatorium sehr ernst. Er stellt direkte und knappe Fragen zum Mord (S. 15 ff) und vermerkt sich die Details in seinem Notizbuch (S. 16). Im Gegensatz zu ihm nehmen seine Mitarbeiter im „Les Cerisiers“ die Bedrohung durch die mordenden Physiker auf die leichte Schulter. Bei seiner Zeugenbefragung trifft er auf Oberschwester Boll. Sie verteidigt Einstein, als dieser vom Inspektor als Mörder bezeichnet wird (S. 15). Sie macht ihm deutlich, dass Einstein krank sei und somit nichts für seine Tat könne. Deshalb werden der Mörder (Einstein) beschönigend als „Täter“ und die Mordtat als „Unglücksfall“ bezeichnet (S. 15-16).

Als Inspektor Voß den vermutlichen Mörder Einstein zu den Ereignissen befragen möchte, erfährt er, dass dieser gerade geigt, da er „sich beruhigen muss“ (S. 16-17). Auch mit der Chefärztin kann er nicht sprechen, da sie Einstein auf dem Klavier begleitet. Als man ihm mittteilt, es sei wichtiger, dass Einstein sich entspanne, als vom Kriminalinspektor befragt zu werden, „kommt [Voß] ganz durcheinander“ (S. 17). Voß wirkt überfordert und gestresst: „Und mich macht man fertig“ (S. 17). Er muss sich den Schweiß von der Stirn abwischen.

Die Gespräche mit Newton und Fräulein Doktor...

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