Einleitung

Friedrich Dürrenmatt verfasste seine Komödie „Die Physiker“ 1961. Die Uraufführung fand ein Jahr später statt. Das Werk ist in zwei Akte unterteilt. Es beginnt mit einer Einleitung, die im Gegensatz zum Rest der Komödie auf eine annähernd novellistische Weise geschrieben. Die Exposition enthält zunächst eine Beschreibung des Sanatoriums und seines Umfeldes, dann werden die Personen, die in der Anstalt leben, vorgestellt. Der Salon und die Möbel im Raum werden danach beschrieben. Schließlich wird die Situation, wie sie sich am Anfang des Stückes präsentiert, dargelegt. Die Einleitung dient zugleich als Regieanweisung zur ersten Szene des ersten Aktes. Die Exposition gibt dem Leser ein besseres Verständnis des Hintergrundgeschehens und eine bildliche Darstellung der äußeren Rahmenbedingungen. Die Bühnenanweisung schrieb Dürrenmatt nachträglich, erst 1962. Zu diesem Zeitpunkt hatten die Proben zur Uraufführung bereits begonnen.

Die Tragikomödie spielt durchgehend in dem Sanatorium „Les Cerisiers“. Genau genommen vollzieht sich die gesamte Handlung nur in einem bestimmten Salon des Sanatoriums. Die „etwas verlotterte […] Villa“ (S. 11) war einst die Sommerresidenz der Familie der Leiterin und „Gründerin“ (S. 12) Fräulein Doktor Mathilde von Zahnd. Die private Nervenheilanstalt befindet sich in der Nähe einer kleinen tristen und reizlosen Provinzstadt. In der Nachbarschaft befinden sich die „gräßlichen Gebäude der Versicherungsgesellschaft […], eine[r] bescheidene[n] Universität, […] einer Handels- und einer Zahntechnikerschule, dann von Töchterpensionaten und von einer kaum nennenswerten Leichtindustrie […]“, (S. 11), obwohl das Sanatorium doch in ländlicher und friedlicher Umgebung steht: „Dazu beruhigt überflüssigerweise auch noch die Landschaft die Nerve...

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