Glatte Oberfläche und innerer Konflikt

Die folgende Aussage des Gatten VIII über Güllen ist bemerkenswerter, als es zunächst den Anschein hat: „Es ist auch gar nichts los, weder mit der Natur noch mit den Bewohnern, alles tiefer, sorgloser Friede, Sattheit, Gemütlichkeit. Keine Größe, keine Tragik. Es fehlt die sittliche Bestimmung einer großen Zeit“ (S. 73). Diese Worte erweisen sich als symptomatisch für das doppelbödige Prinzip des Stückes: Die Figuren spielen mit den Gefühlen und sind doch zugleich selbst Spielbälle ihrer Gefühle. Wer sich in diesem Spiel nur für die Oberfläche interessiert, der kann die Komplexität der Identitätsbilder und -bildung nicht wahrnehmen, die hin...

Der Text oben ist nur ein Auszug. Nur Abonnenten haben Zugang zu dem ganzen Textinhalt.

Erhalte Zugang zum vollständigen E-Book.

Als Abonnent von Lektürehilfe.de erhalten Sie Zugang zu allen E-Books.

Erhalte Zugang für nur 5,99 Euro pro Monat

Schon registriert als Abonnent? Bitte einloggen