Das Chorlied als verzweifelte Bitte

Hier verweist das Stück zum letzten Mal auf seine Wurzeln im antiken Drama. Mit dem ersten Teilsatz „Ungeheuer ist viel“ (S. 132) zitiert der Chor der Güllener im Besuch der alten Dame wörtlich den Beginn der Antigone, einer Tragödie des griechisch-antiken Dichters Sophokles (ca. 496-406 v. Chr.). Auch dort besingt ein Chor, bestehend aus den Ältesten des Handlungsorts Theben, die Größe der Menschheit, warnt jedoch zugleich vor Übermut, damit den Grundlagen der Gesellschaft durch Missachtung der Gesetze kein Schaden zugefügt werde. Auf diese Weise wird die Handlung thematisiert, in der sich die Protagonistin Antigone gegen das Gesetz König Kreons auflehnt un...

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