Charakterisierung Ill

Gesellschaftliche Stellung und Auftrag

Alfred Ill, „geboren 1889“ (S. 139), ist zu Beginn „ein verschmierter windiger Krämer“ (S. 102) „von fast fünfundsechzig Jahren“ (S. 16) im „verkrachten Städtchen“ (S. 38) Güllen, das er nie wirklich verlassen hat: „Eine Reise nach Berlin und eine ins Tessin, das ist alles“, (S. 38). Er ist verheiratet mit „Mathilde Blumhard“ (S. 37) und hat mit ihr zwei Kinder, Karl (S. 97) und Ottilie (S. 98). Ill, „seit Langem schon die beliebteste Persönlichkeit in Güllen“ (S. 20), erhält von der Obrigkeit seiner bankrotten Gemeinde den Auftrag, die Milliardärin Claire Zachanassian bei deren Besuch um den Finger zu wickeln: „Die Zachanassian soll mit ihren Millionen herausrücken“, (S. 19). Denn Ill und Claire waren „vor fünfundvierzig Jahren“ (S. 18) ein „Liebespaar“ (S. 139). Als Belohnung winkt ihm der Posten als „Nachfolger“ (S. 20) des Bürgermeisters. Ill stimmt diesem Plan zu und behauptet über das Ende seiner damaligen Beziehung zu Claire: „Das Leben trennte uns, nur das Leben, wie es eben kommt“, (S. 18).

Verrat an Klara und die Folgen

In Wahrheit wurde Claire, damals noch Klara Wäscher, „im Jahre 1910“ von Ill schwanger und erhob „Vaterschaftsklage“ (S. 46). Ill jedoch bestach „mit einem Liter Schnaps“ (S. 48) zwei Zeugen, die daraufhin falsch aussagten, sie „hätten mit Klara geschlafen“ (S. 47). Das resultierende „Fehlurteil“ (S. 48) führte zur gesellschaftlichen Ächtung Klaras: Sie wurde zur „Dirne“, und ihr Kind starb nach nur „ein[em] Jahr“ (S. 49). Hierbei scheinen für Ill niedere Beweggründe im Spiel gewese...

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