Sprachliche Verfälschung von Wirklichkeit

Im Kleinen nutzt der Bürgermeister bei seiner Begrüßungsansprache für Claire eine ganz ähnliche Strategie, indem er aus den durchwachsenen Berichten über ihre Jugend eine beschönigende Lobrede konstruiert. Claire selbst stellt schließlich die Behauptungen richtig: „Ich war […] ein etwas anderes Kind, als ich nun in der Rede des Bürgermeisters vorkomme“ (S. 44). Sie durchbricht immer wieder jegliche Illusion und lässt von Anfang an keinerlei Zweifel an ihren wahren Intentionen. So erweist sie sich im Gegensatz zu den Güllenern als geradlinig.

Die Dorfbewohner nämlich zeichnen sich durch eine große Diskrepanz zwischen Schein und Sein aus. Sie hören im Laufe der Handlung niemals damit auf, die Tatsachen durch sprachli...

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