Warten und Wahnsinn

Der Lockvogel

Das größte Problem an Kommissär Matthäis Plan besteht in der Möglichkeit, dass der Mörder den Köder nicht annimmt und er lange Zeit vergeblich warten muss (S. 106). Darauf weist ihn Dr. H. hin, doch dieses Risiko nimmt er in Kauf. Daher wartet er nun „unerbittlich, hartnäckig, leidenschaftlich“ (S. 107) und versucht immer wieder, Annemarie zu verfolgen, wenn sie alleine durch die Wälder streift.

Matthäi notiert sich die Nummernschilder der vorüberfahrenden Wagen und überprüft diese, doch diese Methode führt zu nichts. Als die großen Ferien beginnen, wittert Matthäi seine Chance, da nun Annemarie die ganze Zeit bei ihm an der Tankstelle sein kann. Er erzählt ihr viele Märchen, um sie für das Vorgehen des Mörders empfindsam zu machen und sie möglichst lange an der Tankstelle an sich zu fesseln.

Während Annemarie Matthäi wegen seines Verhaltens liebt, hat er nur eines im Sinn: „das Erscheinen des Mörders“ (S. 109). An dieser Stelle kann man bereits erkennen, dass sein Verhalten manisch geworden ist und krankhafte Züge angenommen hat. Frau Heller merkt, dass das Verhalten von Matthäi nicht ehrlich ist, doch sie erfährt nichts von ihm.

Angst und Trinksucht

Als die Ferien zu Ende gehen, fühlt sich Matthäi so, als h...

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