Kritik an dem klassischen Kriminalroman

Dürrenmatts Kritik an den klassischen Konzepten des Krimis werden in der Erzählung von Dr. H. formuliert. Auf der Fahrt von Chur nach Zürich äußert Dr. H. seine Meinung zum Vortrag, den der Ich-Erzähler am Vorabend gehalten hat. Darin ging es um die Kunst, Kriminalromane zu schreiben (S. 5). Dr. H. macht sofort klar, dass er „nie viel von Kriminalromanen gehalten“ (S. 11) hat und er die Beschäftigung des Ich-Erzählers damit als „Zeitverschwendung“ (S. 11) einstuft.

Dr. H. formuliert ganz konkrete Kritik an Kriminalromanen und der darin enthaltenen Logik, die nicht der Realität entspricht:

  • Logik: Die Handlung eines Kriminalromans ist logisch aufgebaut und läuft wie eine Art Schachspiel ab. Die Figuren auf dem Schachbrett sind der Verbrecher, das Opfer, der Mitwisser und der Nutznießer. Der Detektiv muss in diesem künstlichen Konstrukt nur die Regeln kennen und kann den Verbrecher stellen. Je öfter er diese „Partie“ (S.12) spielt, desto geübter wird er darin. Damit verhilft er der Gerechtigkeit zum Sieg (S. 12). Diese Fiktion macht Dr. H. wütend, denn „der Wirklichkeit ist mit Logik nur zum Teil beizukommen“ (S. 12).
  • Zufall: Auch wenn die Polizei sehr wohl rational, wissenschaftlich un…

Der Text oben ist nur ein Auszug. Nur Abonnenten haben Zugang zu dem ganzen Textinhalt.

Erhalte Zugang zum vollständigen E-Book.

Als Abonnent von Lektürehilfe.de erhalten Sie Zugang zu allen E-Books.

Erhalte Zugang für nur 5,99 Euro pro Monat

Schon registriert als Abonnent? Bitte einloggen