Entstehung und Quellen

Die Quelle des Kriminalromans ist der fiktive Bericht der erfundenen Figur Dr. H. über den Mordfall Gritli Moser, den der Ich-Erzähler auf dem Weg von Chur nach Zürich erfährt.  Durch die Abkürzung seines Namens mit Dr. H. wird die Illusion erzeugt, dass es sich um einen realen Fall handelt, bei dem die Quelle geschützt werden muss.

Eigentlich verfasste Friedrich Dürrenmatt im Jahr 1957 die Geschichte als Auftragswerk für den Film „Es geschah am hellichten Tag“. Er erweiterte die Erzählung gemeinsam mit dem Regisseur Ladislao Vajda zu einem Drehbuch. Der Film wurde ein Jahr später erfolgreich in den deutschen Kinos ausgestrahlt.

Nach der Fertigstellung des Films im Jahr 1958 schrieb Dürrenmatt die Romanversion des Stoffs. Obwohl der Film gute Kritiken erhielt, war Dürrenmatt mit der in seinen Augen zu bürgerlichen Umsetzung unzufrieden. Im Film steht das Sexualverbrechen an Kindern im Vordergrund und am Ende kann der Mörder von Kommissär Matthäi gefasst werden, ein Ende, das der Schriftsteller als realitätsfremd empfand. Diese Kritik drückt der Autor durch die Aussagen von Dr. H. in dem Roman deutlich aus.

In der literarischen Version von Dürrenmatts Erzählung ...

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