Das epische Theater und Das Versprechen

Das epische Theater

Das epische Theater repräsentiert keine eigenständige Epoche, sondern ist eine moderne Entwicklung des Theaters, welche die beiden literarischen Gattungen Drama und Epik miteinander verbindet. Der Beginn dieses Konzepts wird heute auf die 1920er Jahren datiert, als Erwin Piscator neue Formen eines experimentellen Theaters ausprobierte.

Das epische Theater versucht, im Gegensatz zu den antiken Dramen nicht den Zuschauer völlig in die Handlung hineinzuziehen, um eine Katharsis zu bewirken, sondern erzielt seine Wirkung durch die Anregung des Zuschauers zum Nachdenken. Er soll nicht passiv konsumieren, sondern zu eigenen Aktionen und Schlüssen animiert werden, indem bei ihm eine Distanz zu dem auf der Bühne Dargestellten hergestellt wird.

Dafür nutzen die Autoren Stilmittel, wie zum Beispiel die Verfremdung. Durch dieses Konzept soll eine Scheinrealität entlarvt werden, die oftmals die klassischen Dramen kennzeichnete. Inhaltlich wenden sich die Vertreter des epischen Theaters von der Darstellung einzelner tragischer Schicksale ab und widmen sich den aktuellen gesellschaftlichen Konflikten des 20. Jahrhunderts. Die Konflikte sollen deutlich sichtbar gemacht werden.

Merkmale des epischen Theaters im Werk

Neben seinen erfolgreichen Kriminalromanen ist Dürrenmatt vor allem durch seine Theaterstücke bekannt geworden. Die bekanntesten und erfolgreichsten davon sind „Der Besuch der alten Dame“...

Der Text oben ist nur ein Auszug. Nur Abonnenten haben Zugang zu dem ganzen Textinhalt.

Erhalte Zugang zum vollständigen E-Book.

Als Abonnent von Lektürehilfe.de erhalten Sie Zugang zu allen E-Books.

Erhalte Zugang für nur 5,99 Euro pro Monat

Schon registriert als Abonnent? Bitte einloggen