Epoche

Das Dokument Epoche behandelt zuerst die Entstehung und die Quellen des Romans. Es wird auf die Tatsache eingegangen, dass der Roman auf einem Drehbuch basiert und ein völlig anderes Ende als der Film nimmt.

Der zeitgeschichtliche Hintergrund, der sich im Text deutlich erkennen lässt, wird daraufhin näher in den Blick genommen: Die Handlung spielt in der Nachkriegszeit in der Schweiz. Die Binnenhandlung beginnt circa 1950 mit dem Mord an Gritli Moser. Die Rahmenhandlung, das Treffen zwischen Dr. H. und dem Ich-Erzähler, findet gegen Ende der 1950er Jahre statt. Die fröhliche Stimmung der Nachkriegsjahre steht in der Erzählung in starkem Kontrast zu der düsteren Krimigeschichte, die Dr. H. dem Ich-Erzähler berichtet.

Dann wird die Frage, ob Das Versprechen ein Detektiv- oder ein Kriminalroman ist, gründlich unter die Lupe genommen. Am Anfang der Erzählung scheint Das Versprechen ein Detektivroman zu sein: Der Kommissar Matthäi und dessen Ermittlungen stehen im Zentrum der Kriminalgeschichte. Anhand der Täterbeschreibung, welche die Kinder dem Kommissar geben, und dem Täterprofil durch Prof. Locher trifft Matthäi logische Schlussfolgerungen. Selbst als alle Indizien auf die Schuld des Hausierers von Guntens hindeuten, ist er davon überzeugt, dass er nicht der wahre Mörder ist.

Dann lässt der Autor aber das Schicksal zuschlagen und das „Happy End“ bleibt aus: Am Schluss werden die Verbrechen nicht durch den fleißigen Detektiv, sondern durch eine Greisin auf dem Sterbebett, durch die Ehefrau des Serienmörders, aufgeklärt.

Anschließend wird der literarische Hintergrund untersucht. Die Merkmale des epischen Theaters sowie die Merkmale des Postmodernismus im Werk werden ausführlich erläutert. Diese Betrachtungen werden durch Anmerkungen zur Rezeption und Kritik des Werkes ergänzt.