Friedrich Dürrenmatt

Friedrich Dürrenmatt wurde am 05.01.1921 in Konolfingen in der Schweiz geboren. Sein Vater Reinhold Dürrenmatt war ein protestantischer Pfarrer, seine Mutter hieß Hulda Dürrenmatt (geb. Zimmermann), außerdem hatte er eine jüngere Schwester namens Verena. Im Jahr 1935 zog die Familie nach Bern um. Hier besuchte Dürrenmatt das Freie Gymnasium und später das Privatgymnasium Humboldtianum. Nach seinem bestandenen Abitur studierte er in Zürich Philosophie, Germanistik und Naturwissenschaft, später verlegte er sein Studium nach Bern.

Hier entdeckte Dürrenmatt bereits seine Passion für das Malen, etwas, das er auch später noch praktizierte. Dies ist auch in seinen Skizzen und Aufzeichnungen zu erkennen. Häufig malte er kleine Figuren oder Ähnliches, passend zu seinen literarischen Ideen. Dürrenmatt beendete das Studium im Jahr 1946. Ein Jahr zuvor erschien seine erste Erzählung „Der Alte“, zu diesem Zeitpunkt hatte er wohl auch den endgültigen Entschluss gefasst, Schriftsteller zu werden.

Im Jahr nach Beendigung des Studiums wurde erstmals ein Stück von ihm im Züricher Schauspielhaus aufgeführt, und es folgten weitere Aufführungen. Doch die ersten Veranstaltungen kamen beim Publikum nicht sonderlich gut an, und es kamen wirtschaftlich harte Zeiten auf ihn zu. Diese betrafen auch den Rest seiner Familie, denn Dürrenmatt hatte 1946 die Schauspielerin Lotti Geißler geheiratet und bekam in den folgenden vier Jahren drei Kinder mit ihr.

Ab den 1950er-Jahren wurde es jedoch besser. Er verdiente seinen Lebensunterhalt als Theaterkritiker und Hörspielautor. 1952 hatte er dann seinen Durchbruch mit der Komödie „Die Ehe des Herrn Mississippi“. Weltweite Anerkennung bekam er für seine Werke „Der Besuch der alten Dame“ (1956), „Die Physiker“ (1961) und „Der Meteor“ (1966).

Mit „Es geschah am helllichten Tag“ feierte Dürrenmatt sogar einen Kinoerfolg, doch auch andere seiner Werke wurden erfolgreich verfilmt. Für sein Schaffen erhielt er mehrere Preise. 1983 verstarb seine Frau Lotti, bereits ein Jahr später heiratete er jedoch erneut. Diesmal die Schauspielerin und Journalistin Charlotte Kerr. Sie arbeiteten gemeinsam und brachten einen Film, „Das Porträt eines Planeten“, und ein Theaterstück, „Rollenspiele“, heraus. Am 14. Dezember 1990 starb Dürrenmatt an Herzversagen.