Der Reisende

Der europäische Reisende ist weder „Bürger der Strafkolonie, noch Bürger des Staates, dem sie angehörte“ (S. 69). Er reist „nur mit der Absicht, zu sehen, und keineswegs etwa, um fremde Gerichtsverfassungen zu ändern“ (S. 69) und ist ein Forscher (S. 77). Der hochgestellte und gebildete Reisende spricht bzw. versteht Französisch wie der Offizier (S. 58) und wird von diesem sehr zuvorkommend behandelt sowie als hoher Besuch (S. 60) bezeichnet. Er hat „Empfehlungen hoher Ämter“ (S. 69) und ist ein angesehener Fremder (S. 73), der über ein gewisses Vermögen verfügt, da er Münzen an die Besucher des Teehauses verteilen kann (S. 87).

Am Tag der Hinrichtung befindet er sich seit zwei Tagen auf der Insel, auf der die Strafkolonie liegt (S. 73). Aus Höflichkeit folgt er der Einladung des neuen Kommandanten, der ihn zu einer Hinrichtung einlädt (S. 56). Er zeigt zu Beginn deutlich, dass ihn weder der Apparat noch die Hinrichtung selbst interessiert. Er bewundert den Offizier, der trotz des Wetters seine Uniform würdevoll trägt, denn er selbst leidet unter der star...

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