Käfer Motiv

Gregor Samsa verwandelt sich in der Erzählung von Kafka zu einem „ungeheueren Ungeziefer“ (S. 5), welches einen panzerartigen Rücken, einen gewölbten Bauch und dünne Beinchen hat. Er wird zu einem Insekt. Jedoch bleibt er in seiner Größe menschenähnlich, wird nicht kleiner, als er es vorher als Mann war. Damit entwirft Kafka das groteske Bild eines überdimensionalen Käfers, welcher in der Form nicht in der Tierwelt zu finden ist. Nach der Verwandlung wirkt Gregor Samsa also nicht nur in der Menschenwelt deplatziert, sondern auch im Tierreich. Er gehört nirgendwo wirklich dazu. Er ist ein Außenseiter. Diesen Zustand der Einsamkeit, der Isolation und der Entfremdung von seiner sozialen Umgebung hat auch der Mensch Gregor Samsa zuvor bereits erfahren. Durch die äußerlichen Veränderungen wird diese Tatsache nun nach außen projiziert. Die Tierfigur steht also symbolisch für einen menschlichen Gemütszustand.

Im ersten Teil der Erzählung wird verdeutlicht, dass Gregor Samsa als reisender Tuchhändler nur bedingt glücklich ist. Er opfert sich für seine Familie auf, fühlt sich verantwortlich und versucht, die Rolle des versorgenden Vaters einzunehmen, obwohl er das Reisen beschwerlich findet (S. 5). Über seine eigenen, individuellen Vorstellungen vom Leben erfährt der Rezipient kaum etwas, was verdeutlicht, dass sich Gregor Samsa immer mehr auch von sich selbst entfremdet hat....

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