Expressionismus: Merkmale im Text

Der Expressionismus ist circa zwischen 1910-1925 anzusiedeln und lässt sich als eine Epoche charakterisieren, die den Weg des Menschen in die Moderne eingeläutet hat. Historisch und gesellschaftlich ist die Epoche vor allem geprägt durch die Entstehung von Großstädten und Ballungsräumen, in denen eine Vielzahl von Menschen auf begrenztem Raum zusammenlebt. Bedingt wird diese Entwicklung vor allem durch die stetig voranschreitende Industrialisierung.

Der Mensch als Individuum wird folglich mit der Problematik der Anonymität und der Technisierung konfrontiert und muss sich seinen eigenen Platz in der Welt neu suchen. Besonders durch die Industrialisierung kommt es zu einer Verdinglichung des Menschen. Im Expressionismus wird genau dies thematisiert. Dem einzelnen Subjekt und dessen Auseinandersetzung mit sich und der Welt wird literarisch viel Aufmerksamkeit geschenkt. Genau diese Fokussierung auf den Einzelnen wird später häufig an der literarischen Epoche des Expressionismus kritisiert.

Nichtsdestotrotz wird das Empfinden des Einzelnen, der sich angesichts der Welt im Wandel hilflos, unsicher und zerrissen fühlt, in der Literatur der Epoche dargestellt. Ebenjene Zustände werden auch unter anderem in Kafkas „Die Verwandlung“ thematisiert. Im Folgenden soll dies aufgeführt werden, um den Text in seiner Epoche einzuordnen:

  • Die Thematiken der Macht, der neuen Strukturen und der Bürokratie:

Gregor Samsa hat als Reisender einen festen Platz und eine bestimmte Aufgabe in der Familie. Nach der Verwandlung verändern sich die Rollen innerhalb der Familie und müssen neu verteilt werden. Jeder Beteiligte muss seinen Platz neu finden....

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