Epoche

Um einen Text besser zu verstehen, ist es unerlässlich, auch den zeitgenössischen Hintergrund zu kennen.  Am Beginn des 20. Jahrhunderts experimentieren viele Autoren mit neuen Ausdrucksformen.

Franz Kafkas wohl berühmteste Erzählung „Die Verwandlung“ wird 1912 vor dem Ersten Weltkrieg verfasst und entsteht in der Periode des Frühexpressionismus. Die Expressionisten drücken in ihren Werken ihre innerlich erlebte Wahrheit, ihre Ängste, ihre Erlebnisse und ihre subjektiven Eindrücke aus. Sie beschäftigen sich mit Traumdeutung, Unterbewusstsein, Kommunikationsproblemen und Generationskonflikten, so z.B. auch mit der Vater-Sohn-Beziehung. Mehrere Autoren ahnen die kommende Kriegskatastrophe bereits voraus. Kafka ist einer dieser Schriftsteller, die neue Wege suchen, und erfindet dabei seinen eigenen Stil.

Die Merkmale des Expressionismus im Werk werden geschildert, bevor die Entstehung des Werks und die selbstbiografischen Bezüge in der Erzählung näher beschrieben werden. Ein wichtiger Punkt in diesem Zusammenhang ist dabei die wichtige Rolle der eigenen Familie in Kafkas Leben und besonders seine Beziehung zum Vater. Ein Abschnitt wird dem zentralen Thema, dem Vater-Sohn-Konflikt, gewidmet. Franz Kafkas  „Brief an den Vater“, den er im Jahr 1919 schreibt (nachdem die „Verwandlung“ bereits veröffentlicht worden ist) und in dem er seine Gedanken und Gefühle ihm gegenüber schildert, wird unter die Lupe genommen.

Des Weiteren wird untersucht, ob sich die Geschichte als Parabel oder Novelle kategorisieren lässt. Anschließend werden die Kritiken der zeitgenössischen Rezipienten des Textes erläutert. Auch dazu findest Du hier die notwendigen Informationen verständlich aufbereitet. Für die Prüfungsvorbereitung ein absolutes Muss!