Die Mutter

Der unglückliche Sohn

Die Mutter von Gregor Samsa wohnt zusammen mit ihrem Ehemann und den beiden Kindern in einer Wohnung in der Charlottenstraße. Sie kocht für ihre Familie und ist Hausfrau. Sie leidet an Asthma und findet es anstrengend genug, die Pflichten des Haushaltes zu erledigen. Als Hilfe ist deshalb zunächst ein Dienstmädchen bei der Familie beschäftigt. Auch als dieses später entlassen wird, kommt eine Bedienerin regelmäßig morgens und abends in die Wohnung, um die gröbsten Dinge des Haushaltes zu erledigen.

Frau Samsa ist diejenige, die ihren Sohn Gregor Samsa eines Morgens wecken will, um ihn daran zu erinnern, dass er zur Arbeit müsse. Dabei spricht sie ihn mit „sanfter Stimme“ (S. 8) an und ahnt zunächst nichts Außergewöhnliches.

Als die Verwandlung Gregors offenbar wird, reagiert die Frau geschockt (S. 18). Sie ist erschrocken, wird hektisch und panisch und fällt beim Anblick ihres verwandelten Sohnes in Ohnmacht. Diese Art von Reaktion ereignet sich fast immer, wenn die Mutter direkt mit dem Ungeziefer Gregor konfrontiert wird. Sie ist überfordert und wirkt dann völlig kopflos.

Aus diesem Grund raten ihr ihre Tochter Grete und ihr Mann davon ab, Gregor in seinem Zimmer zu besuchen, auch wenn sich die Mutter Samsa nach Kontakt zu ihrem Sohn sehnt: „Lasst mich doch zu Gregor, er ist ja mein unglücklicher Sohn! Begreift ihr es denn nicht, dass ich zu ihm muss?“, (S. 35). Dennoch betritt sie Gregors Raum nur ein einziges Mal alleine, um zu säubern. Üblicherweise fragt sie G...

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