Vergleich Film - Buch

Der bruchstückhafte Charakter des Romanfragments bedingt, dass in der filmischen Realisierung Freiheiten hinsichtlich der Chronologie u.Ä. bestehen. Diese nutzt Wells, um die Reihenfolge der Szenen zu variieren und manche Szenen als Ganzes anders darzustellen, als dies in der Romanvorlage geschieht. Gebunden an die Erzählweise Kafkas, der den Fokus auf die Darstellung der Außenwelt richtete und weniger auf das Innenleben der Figuren bedacht war, entwickelt auch der Film eine Perspektive, die hauptsächlich die undurchdringbaren, großen Räume einfängt und die Verlorenheit des Protagonisten widerspiegelt. Dem Film gelingt es, durch diese Perspektivierung und die Ausstattung das bei Kafka nur stellenweise aufleuchtende Groteske in ein Gesamtbild zu setzen. Die Art und Weise, wie und wo die Darsteller agieren, lassen den gesamten Prozess als absolut überhöht und unglaubhaft erscheinen.

Erzähltechnisch kann der Film dem Buch dennoch nicht gerecht werden. Wenngleich die Darsteller alle ähnlich wie im Buch handeln, so kann in der filmischen Umsetzung nicht verdeutlicht werden, dass jede einzelne Figur im ...

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