Charakterisierung Josef K.

Josef K. ist „erster Prokurist einer großen Bank“ (S.33), der zu Beginn der Handlung 30 Jahre alt ist (S.7). Offenbar ist K. bei seinem Onkel Karl oder Albert aufgewachsen, denn K. fühlt sich „ihm als seinem gewesenen Vormund besonders verpflichtet“ (S.64). Sein Vater ist bereits tot. Zu seiner Mutter scheint er keine enge Beziehung zu haben, sie taucht im Fragment „Fahrt zur Mutter“ auf: Dort stellt K. fest, dass es nun schon „das dritte Jahr [ist], seitdem er sie nicht gesehen hatte“ (S.185). Eigentlich hatte K. ihr das Versprechen gegeben, „jeden Geburtstag bei ihr zu verbringen“(S.185), was er nun schon das zweite Mal gebrochen hat.

Er bewohnt ein Zimmer bei der Zimmervermieterin Frau Grubach, hat aber zu den anderen Mitbewohnern so gut wie keinen Kontakt, da er „sich […] nicht viel um die Pension“ (S.170) zu kümmern scheint, wie Fräulein Montag im Fragment „B.s Freundin“ bemerkt. Einzig mit der Mieterin Fräulein Bürstner entwickelt sich am Tag der Verhaftung ein längeres Gespräch (Kapitel „Gespräch mit Frau Grubach Dann Fräulein Bürstner“), das sich aber nicht wiederholen wird. K. verfügt auch sonst über nur wenige soziale Kontakte. Er geht „einmal in der Woche zu einem Mädchen namens Elsa“ (S.17). Sie ist seine Geliebte, die sonst als „Kellnerin in einer Weinstube“ (S.17) arbeitet.

Darüber hinaus macht er nach der Arbeit gerne „einen kleinen Spaziergang allein oder mit Bekannten“(S.17) und kehrt dann „in eine Bierstube“(S.17) ein. Im Fragment „Staatsanwalt“ erfährt der Leser, dass...

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