Rhetorische Mittel

Der präzise Stil Kafkas bedingt auch die fehlende ausgeprägte Verwendung rhetorischer Mittel. Vom teilweise komplexen Satzbau abgesehen, ist ”Der Prozess” durch eine klare, schnörkellose Sprache gekennzeichnet.

Die undurchsichtige Handlung wird von Kafka durch den stetigen Wechsel zwischen Indikativ und Konjunktiv untermalt. Daraus resultiert auf der Seite des Lesers eine große Unsicherheit, weil somit nicht immer klar ist, was wirklich wahr ist. Diese bezieht sich z.B. auf eine Unterredung mit Huld: „Leider, darauf müsse er K. allerdings aufmerksam machen, geschehe es manchmal, dass die ersten Eingaben bei Gericht gar nicht gelesen werden.“ (S.80f.). Hier stehen sich sich Indikativ und Konjunktiv gegenüber und es ist nicht klar, ob die Tatsache, dass die Berichte nicht gelesen werden, nur eingeschränkt gültig ist. Die vorangestellten Konjunktive (müsse, geschehe) relativieren dies. Es ist nicht erkennbar, welcher Modus gilt. 

Ähnlich verhält es sich mit einer Aussage Huld wenig spät...

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