Erzählstil

Fest daran gebunden ist ein hypothetischer Erzählstil, der vieles in der Schwebe lässt. So unterläuft Kafka immer wieder das Vertrauen, dass wir in K.s Perspektive haben könnten. Die Wirklichkeit, die K. wahrnimmt, wird mit bestimmten Formulierungen in Zweifel gezogen. Der Leser kann sich über ihre Richtigkeit nicht sicher sein. Die permanente Suche nach der Orientierung artikuliert sich in Verben, wie „glauben“ (z.B. S.11, 14, 26, 117, 127, 137, 180), der äußerst häufigen Verwendung von „scheinen“ (z.B. S.5, 7, 16, 20, 34, 37) und der ständigen Verwendung von Adverbien, wie „möglicherweise“ (z.B. S.14, 16, 124, 180), „wahrscheinlich“ (z.B. S.8, 23, 31), „offensichtlich“ (z.B. S. 16, 79) oder „offenbar“ (z.B. S. 5, 28, 44, 50). Das verdeutlicht K.s Unsicherheit bei der Erschließung der Umwelt, die auf den Leser übergreift....

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