Georg Bendemann

Der fleißige Kaufmann und der glückliche Verlobte

Georg Bendemann ist ein junger Kaufmann. Er lebt seit dem Tod der Mutter vor zwei Jahren mit seinem alten Vater „in gemeinsamer Wirtschaft“ (S. 49) in einem Haus am Fluss in einer unbenannten Stadt. Er verfügt in der Wohnung über das helle Vorderzimmer mit Blick auf den Fluss, während der Vater im verdunkelten Hinterzimmer mit Blick auf dem Hinterhof wohnt.

Er arbeitet mit dem Vater zusammen im Familiengeschäft. Seit dem Tod der Mutter geht es dem Vater gesundheitlich zunehmend schlechter und nach Georgs Ansicht ist er nicht mehr dazu in der Lage, das Geschäft zu leiten (S. 49). Allerdings ist Georg gerade dabei, mehr und mehr die Führung des Geschäftes zu übernehmen und den Vater abzulösen (S. 49). 

Georg hat seit dem Tod der Mutter sein berufliches Leben, so wie alles andere, mit größerer Entschlossenheit angepackt (S. 49). Er hat das Familiengeschäft erfolgreich vorangetrieben. Es hat sich „ganz unerwartet entwickelt, das Personal hatte man verdoppeln müssen, der Umsatz hatte sich verfünffacht“ (S. 49).

Georg berichtet, dass sein Vater sehr autoritär ist und dass er vermutlich seine eigene Entscheidung, im Familiengeschäft zu arbeiten, beeinflusst hat, ihn aber gleichzeitig in seiner Entfaltung im Geschäft eingeschränkt hat: „Vielleicht hatte ihn der Vater bei Lebzeiten der Mutter dadurch, daß er im Geschäft nur seine Ansicht gelten lassen wollte, an einer wirklichen eigenen Tätigkeit gehindert“ (S. 49). Jetzt scheint er aber mit seiner Situation im Leben zufrieden zu sein. Das teilt er seinem Jugendfreund mit: „heute genüge Dir, daß ich recht glücklich bin“ (S. 51).

Vor einem Monat hat Georg sich mit Frieda Brandenfeld verlobt. Er erzählt nichts von seinen Liebesgefühlen für sie, sondern berichtet nur davon, dass sie aus einer wohlhabenden Familie stammt, was ihm offensichtlich wichtiger zu sein scheint (S. 50; 51).

Rücksicht und Ehrlichkeit

Georg hat einen Jugendfreund, der vor Jahren nach Russland ausgewandert ist, um dort Geschäfte zu betreiben. Anfangs hat der Freund ihn noch zu Hause besucht, doch seit über drei Jahren war der Freund nun schon nicht mehr zu Hause (S. 48).

Georg korrespondiert mit seinem Freund durch Briefe.  Aus Georgs Gedanken nach dem Schreiben eines neuen Briefs an ihn geht hervor, dass er sehr viel an den Freund denkt und sich viele Sorgen um ihn macht. Später wird auch berichtet, dass er „oft mit seiner Braut über diesen Freund“ (S.  50) spricht.

Georg stellt sich vor, dass de...

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