Aufbau und Inhalt

1. Teil

Die Erzählung kann in zwei Teile gegliedert werden. Im ersten Teil befindet sich Georg allein in seinem Privatzimmer am Schreibtisch. Im zweiten Teil bewegt er sich durch einen kleinen Gang auf demselben Stock des Hauses in das Privatzimmer des Vaters. Am Ende der Erzählung verlässt Georg hastig das Zimmer, um sich in den Fluss fallen zu lassen.

In den ersten Zeilen wird dem Leser durch eine realistische Einleitung ein Einblick in die Situation und die Umgebung verschafft. Dann taucht Georg in seine Gedanken ein. „Georg Bendemann, ein junger Kaufmann, saß in seinem Privatzimmer […] Er hatte ge…

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2. Teil

Im zweiten Teil der Erzählung begibt sich Georg mit dem Brief in das Zimmer des Vaters, um diesem von seinem Entschluss zu berichten: „Endlich steckte er den Brief in die Tasche und ging aus seinem Zimmer quer durch einen kleinen Gang in das Zimmer seines Vaters, in dem er schon seit Monaten nicht gewesen war“ (S. 51-52). Dieser Teil ist der längste der Erzählung. Er kann in drei Abschnitte untergliedert werden.

Im ersten Abschnitt tritt Georg in das dunkle Zimmer seines Vaters ein. Der Vater liest eine Zeitung und hat sein Frühstück (noch) nicht aufgegessen. Er scheint schwächlich zu sein und braucht Hilfe. Georg kümmert sich um seinen Vater und trägt ihn anschließend in sein B…

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Die klassische Struktur

Die Konstruktion der Erzählung ähnelt einem klassischen Drama. Der erste Teil übernimmt die Rolle der Exposition. Hier wird die Situation beschrieben und die Familienverhältnisse des jungen Kaufmanns Georg Bendemann werden durch die Schilderung seiner Relation zu seinem Jugendfreund, welcher nun in Russland lebt, verdeutlicht.

Der erste Abschnitt des zweiten Teils stellt die steigende Handlung dar. Georg geht mit …

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Geschlossenes oder offenes Ende

Als Georg den Raum verlässt, um sich im Wasser zu ertränken, hört er den Lärm, wie der Vater zurück auf sein Bett fällt. Der Leser kann sich nicht sicher sein, ob der Vater gerade einen Herzinfarkt erleidet und stirbt oder ob er lediglich müde und erschöpft ist und nur deshalb auf sein Bett fällt. Doch das Wort „Schlag“ (S. 60) lässt daran denken, dass etwas Heftiges und Un…

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