Der Schluss der Tragödie

Gleichzeitig singt der Chorus Mysticus auch von der Vergänglichkeit, die alles umfasst und nur gleichnishaft in der Welt erscheinen kann, so wie Faust in der ersten Szene „Anmutige Gegend“ bereits wahrnimmt, dass sich das Göttliche immer nur als Abbild zeigen kann. Das für den Menschen im Diesseits Unzulängliche (das Göttliche oder die Vervollkommnung) wird erst in diesem Moment. Im Jenseits („Hier“) ist offenbar, es wird zum Ereignis. Aufgrund der Tatsache, dass der Mensch, wie Faust, immerfort nach der Vollkommenheit strebt, kommt er seinem Ziel der Vergöttlichung immer näher.

Die Schlusspartie der Tragödie ist nicht einfach zu deuten. Dementsprechend stehen verschiedene Interpretationsansätze zur Verfügung. So kann man diesen Schluss auch noch auf einer ganz anderen Ebene lesen: Goethe kann auch von seiner eigenen Arbeit als Dichter gesprochen haben. Dann bezeichnet das „Hier...

Der Text oben ist nur ein Auszug. Nur Abonnenten haben Zugang zu dem ganzen Textinhalt.

Erhalte Zugang zum vollständigen E-Book.

Als Abonnent von Lektürehilfe.de erhalten Sie Zugang zu allen E-Books.

Erhalte Zugang für nur 5,99 Euro pro Monat

Schon registriert als Abonnent? Bitte einloggen