Helena

Der Mythos der Helena

In der griechischen Mythologie ist Helena die Tochter des Gottes Zeus und seiner Frau Leda.

Als Frauengestalt verkörpert Helena das Urbild der antiken weiblichen Schönheit, die jeden Mann verführte. Sie selbst wählte sich Menelaos, den späteren König von Sparta, zum Mann.

Bedeutend ist ihre Rolle im Zusammenhang des Trojanischen Krieges: Ihrer Entführung durch Paris, dem Sohn des trojanischen Königs, stimmte sie freiwillig zu und folgte ihm nach Troja. So wandte sich Menelaos gegen die Trojaner und begann, gegen Troja Krieg zu führen. Als Troja fiel, kehrte sie, nach zahlreichen weiteren Liebschaften, zusammen mit Menelaos nach Sparta zurück.

Helena als fiktive Figur und Wunschbild

Die Tatsache, dass Helena eine literarische, fiktive Figur aus der griechischen Mythologie ist, ist auch für Goethes Helena-Figur entscheidend. Dabei spielt Goethe mit dem Thema der Fiktivität.

Zum ersten Mal taucht Helena im „Faust I“ auf. Hier erscheint sie Faust im Zauberspiegel, ihrem Mythos folgend, als Sinnbild der schönsten Frau. Sie weckt Fausts Begierde, der sich nach ihrem Anblick nicht mehr von ihr abwenden kann. Als er auf Margarete trifft, sieht er in ihr das Bild Helenas und projiziert seine Leidenschaft auf sie. Damit nimmt die Gretchentragödie des „Faust I“ ihren Lauf. Auch im „Faust II“ tritt Helena zunächst als Wunschbild auf.

Im 1. Akt wünscht sich der Kaiser das Bild von Helena und Paris vor sich, um sich an ihrer Schönheit zu erfreuen. Mephistopheles bittet Faust, Helena aus der Unterwelt der Mütter hervorzubringen. Um beide erscheinen zu lassen, müsse Faust den Dreifuß Apolls mit einem Schlüssel berühren....

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